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Capsicum
Capsicum annuum – Spanischer Pfeffer

Beschreibung:
Aus dem einjährigen, senkrechten, nur schwach verästelten, weißlichen Wurzelstocke erheben sich stets mehrere, selten höher als 50 Zentimeter wachsende, wie die ganze Pflanze kahle und glatte, rundlich eckige, innen markige, wenig verzweigte dunkelgrüne Stengel.

Die Blätter sind langgestielt, breit- bis schmallanzettlich, zugespitzt, ganzrandig, am Grunde etwas ausgeschweift, fiederrippig, saftgrün.


Die Blüten stehen an Stielen, welche sich nach oben verdicken, einzeln, fast aufrecht oder etwas hängend, in oder neben den Blattachseln. Der einblätterige, bleibende Kelch ist fünfzähnig, die einblätterige Blumenkrone mit dehr kurzer Röhre ist oben radförmig ausgebreitet, fünfteilig, mit zugespitzen, eirunden Zipfeln, weißlich oder hellgrüngelblich. Die fünf Staubgefäße besitzen kurze, pfriemliche Fäden und elliptische, blaugelbe, gegeneinander geneigte, der Länge nach aufspringende Kölbchen; der Fruchtknoten ist oberständig, zweifächerig, halbkugelig, der einfache, aufwärts verdickte Griffel trägt eine stumpfe Narbe.

Die Frucht ist eine zuerst fleischige, dann trockene, hohle Beere von ansehnlicher Größe, sehr verschiedener, doch meistens herausgezogener Gestalt, sehr glatt und glänzend, zur Zeit der Reife gelb oder rot in den verschiedensten Nuancen; die äußerst zahlreichen kleinen Samen sind platt, rundlich, zugespitzt, glatt hellstrohfarben.


Verbreitung:
Das eigentliche Vaterland der Pflanze sollen Westindien und das tropische Amerika sein, heute wird sie in den warmen Strichen aller Erdteile angebaut, in Europa insbesondere in Ungarn, Italien und Spanien.

Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:

Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum positivis in sano corpore humano observatis. Leipzig 1805, S. 61-74.
Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. VI. Dresden und Leipzig 1827, S. 83-104.

Verwendete Ausgangsstoffe:
Siliquarum totarum pulveris tinctura
[Hahnemann, S. Fragmenta de viribus medicamentorum. Leipzig 1805, S. 64.]
Reife Samenkapsel und Samen
[Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. VI. Dresden und Leipzig 1827, S.83.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband II.
    Dresden 1893, Tafel 36.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Capsicum /
    verfasst von Peter Minder. Glees, 2008, S. 5
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.     Dresden 1893, S. 88-89.




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